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Donnerstag, 2. Juli 2026

Der Mann in Gelb.

Heute war es wieder so einen "ganz normalen" Tag.

In der Supermarkt war ich traditionell in der falsche Schlange. 

Ich hatte ganz präzise überlegt, die beste Kassiererin, die Menschen mit übersehbare Einkaufswagen, also nichts könnte schief gehen.
Natürlich habe ich wieder mal nicht gerechnet mit die Kunden. 

Eine ältere Dame, die ihre Einkaufstasche vergessen hat, musste die extra dazu kaufen. Die 15 Cent wurden ganz genau ausgezählt, und dann könnte sie einpacken.
Das ging sehr langsam, und die Schlange wächste, also entschlosse ich um ihr zu helfen..

"Soll ich Ihnen helfen mit einpacken?, fragte ich, und nahm schon ein Paket Butter in die Hand.

Nein, nein, bitte nicht. Ihre Stimme war kräftig und laut.
Ich habe Zeit, ansonsten sitze ich eh alleine zu Hause. Verstehe, sagte ich. Ich verstehe es auch wirklich, verd*mmt 😢, und ging bedrückt zurück in der Schlange.
Weiter ging es flott, die andere Kunden ließen ihr ruhig einpacken, so wie sie wollte. 

Aus dem Laden heraus klang einen böse Mann. Der schimpfte auf 3 Frauen mit Kopftuch, das sie ihm in dem Weg standen.
Ich habe der Mann darauf hingewiesen daß er, in die Zeit das er sich so aufgeregt hat, schon längst um die Damen hingelaufen sein könnte.
Womit ich mir bemühe, kam zurück. 
Ich bin ganz ruhig geblieben, und habe gesagt das ich es ekelhaft finde, wenn Menschen sich so aufregen über etwas unsinniges. Außerdem ist es rassistisch.
Ich bin nicht rassistisch, eine Unverschämtheit das du die Frauen verteidigt. Ich lebe in Deutschland und nicht.... die rest bespare ich euch, aber ihr weißt schon.
Die Frauen guckten ängstlich nach der Mann und zu mir. 
It's ok, alles gut, sagte ich. Sie lächelten zu mir und gingen weiter.
Der Biodoitscher war noch nicht fertig mit schimpfen, weil ich ihm nicht unterbrechen wollte zeigte ich meinen Mittelfinger und ging meinen Weg.

Da kam die gefährliche Kreuzung, wo die Bussen von 2 Seiten kommen und gerade versuchten an einander vorbei zu kommen. 

Einen ältere Mann kam angelaufen und ging, ohne zu bremsen, ohne zu gucken, auf der Straße.
Vorsicht!! schreie ich.. Er läuft weiter und ich greife ihm und er fällt auf den Boden. Gott sei Dank ist nichts passiert, den Busfahrer hat der Mann nicht mal gesehen, mir schon.
Wenn der Busfahrer gesehen hat das alles in Ordnung ist, ging er weiter, prima so. 
Ich helfe der Mann beim Aufstehen, er schimpft mir die Haut voll, warum ich ihm umgekegelt habe, eine Unverschämtheit ich rufe die Polizei! 
Nein, sage ich. Sie trinken etwas Wasser und beruhigen sich. 

Ich setzte ihm auf einen Stuhl von einem Restaurant und holte meine Flasche aus der Tasche.
Dann kam jemand an, der mich sagte, ich kenne ihm, ich kümmere mich weiter.

Danke sehr!
Die Flasche Wasser ist da geblieben. Und ich bin so dankbar das es solche nette Menschen gibt, die sich kümmern.
Dankeschön Unbekannter Herr.

Das Leben ist gut.
Hass für keine.



Montag, 29. Juni 2026

BaumBlog 2906

Die Woche war schnell vorbei, und das kommt natürlich auch weil ich dieses Wochenende nicht zu Hause war.

Ich war wohl überzeugt, das es dir gelingen sollte, nur war das Wetter wohl sehr extrem und in unsere Stadtwohnung sehr schwer um einigermaßen zu funktionieren. Auch für wenn man nicht krank ist.

Das Wochenende hat mir gut getan, genauso wie ich erwartet habe. Ich stelle wohl wieder fest, das ich nicht immer sozial bin, aber ich hatte doch viele Menschen gesprochen, und viele gute Gespräche, von morgens früh um 7 an. Mit Kaffee, und die war auch gar nicht schlecht. 🤩

Ich habe mich total erholt, und auch dir freut das sichtbar, nächstes Jahr machen wir ein paar Sachen etwas anders 😁

Ist es komisch, das ich nicht viel über das Wochenende sprechen möchte?

Es war genau was ich gebraucht habe, und ich genieße in Stille nach. Vielleicht möchte ich einfach, das die Bubble, die Seifenblase, nicht platzt... Es ist gut so.

Ja, es war eine gute Entscheidung. Und die Menschen die gesagt haben, toll, mach es, die bin ich sehr dankbar.
Gleich muss ich kochen. Und danach gibt es Fußball. 

Das Leben lächelt zu mir, und ich lache zurück 


Donnerstag, 25. Juni 2026

The Battle of the fittest

Da hat das Einkaufen etwas länger gedauert.

Ich musste ein bisschen mehr vorbereiten als sonst, heute Morgen. 

Es ist schon weit über 30 Grad und auch in der Wohnung. 
Vor dem Laden sitzt der freundliche Obdachlose. Ich denke, ich hole ihm ein Wasser.
Ich bin, glaube ich, nichts vergessen und gehe zum Kasse. Eine lange, warme Warteschlange bei der Kasse, und am Moment das ich draußen bin, hat der Mann Gesellschaft bekommen .

Ich gehe zurzurück im Laden, hole ein 2. Wasser, und ich  bedacht, das ich auch wohl ein Wasser für mich selbst mitnehmen kann. 
Die zwei vor dem Laden waren mir so dankbar, und ich verstehe warum. 

Etwas weiter möchte ich mich kurz setzen, aber mein (na ja)Bank ist besetzt von die Dame mit dem Koffer. Die nicht mehr Rosa ist. Aber ihre Name behalte ich immerhin. 
Wir grüßen einander und ich gebe meine Wasserflasche ab. 

Ich musste wohl grinzen, aber ich fühlte mich sehr wohl.
Bei Backwerk habe ich mir einen Kaffee gegönnt.
Und ein Wasser.

Ich bin so dankbar, das ich die 3 Flaschen abgeben konnte. Es ist nicht so viel, aber wenn man nichts hat, ist es eine Menge.

Summer in the City.
The Battle of the fittest

Halt durch, Mensch auf der Straße.




Montag, 22. Juni 2026

BaumBlog 2207

Endlich etwas Ruhe. Noch ein bisschen Fußball gucken mit dem kleinen, neuen A/C an,   vielleicht kann die Temperatur jetzt etwas erträglicher werden. Auf jeden Fall in der Wohnung.

Die Woche war intensiv, erst einen Tag auf dem LaGa, dann im Wochenende 3 Tagen im Jahnstadion. Meine Beinen Farben wieder schön.
Und Dir geht es nicht gut. 

Es ist so ungerecht! Du verdienst es so, etwas Entspannung. Aber das wird nicht mehr.
Wie Rita heute sagte, versuche etwas positives zu sehen, nicht zu lange denken über was schief gehen kann.

Heute musste Du für Kontrolle.
Blutwerte OK, Leberwerte schlecht. 
 Trinken sie genug? fragte die Ärztin.
Ja, sagst du, fast 2 Liter. 👼🏼
Mit diesem Wetter darf es ruhig ein Liter mehr sein, sagte sie.....

 Ich finde es schön wie Rita immer zu dir kommt. Ich kann ihr sehr gut leiden, ich mag ihre Art, und auch, wie sie sich immer kümmert. 
Auch wenn du lieber nicht reden möchtest.
Das ist auch das Problem mit anderen. Du sagst, ganz ehrlich, ich habe keine Lust zu reden. Was dann auch so passiert.
Moni wird sich melden. Du bist nicht alleine. 

Es bleibt spannend, aber ich freue mich auch riesig. 


Donnerstag, 18. Juni 2026

Die Heilige Hildegard

Diese Woche dürfte ich eine Lesung beiwohnen von Schwester Philippa Rath.

Anlass war ihr letztes Buch das Buch das sie geschrieben hat, 
 "Meine Hoffnung übersteigt alle Grenzen"

Die prominente Benediktinerin ist eine spätberufene Frauenaktivistin und setzt sich ein für Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche.

An der Licht.Kirche auf dem LAndesGArtenschau in Neuss wurden u.A. Themen besprochen wie :

  • Frauen in der römisch-katholischen Kirche sind Menschen zweiter Klasse: Wie ist sie zu dieser Erkenntnis gekommen?
  • Weltsynode in Rom: Wie geht es jetzt weiter?
  • Kindheit und Jugend: Was hat sie geprägt?

  • 15 Jahre lang hat sie ihre an Demenz erkrankte Schwester betreut.  
  • Die Erzählung hierüber hat mir besonders getroffen. Die Umgang von Schwester Rath mit ihre Schwester, und wie sie immer versucht hat, positiv zu denken. Hierbei hat ihren festes Glaube ihr immer wieder Kraft gegeben.
In den Austausch mit Philippa Rath kommt ihre Kraft und festes Vertrauen sehr stark nach vorne. Auch in ihrer höhe Alter hat sie ihre Glauben und Vertrauen festgehalten. 

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Das Buch von Philippa Rath und Burkhard Hose: «Meine Hoffnung übersteigt alle Grenzen. Ein Gespräch über Leben und Glauben», Herder-Verlag, 205 Seiten





Montag, 15. Juni 2026

BaumBlog 1506

Montag, Baumblog.

Heute Morgen ruft meinen Bruder an, die erste mal in sicher 10 Jahre. 

Meine Lieblings Nichte ist bei einem Freitag bei einem Verkehrsunfall gestorben. 
Sofort kommen die Erinnerungen, unsere Jugend, die Abenteurer, und so mehr. Sandra ist die einzige in der Familie die ich immer gerne möchte. Kollidiert mit einem LKW.

Und dann denke ich, fck, only the good die young.
Und dann denke ich über die letzte paar Tagen. Meine Unruhe ist wieder erklärt. Ich kann nie richtig zuordnen was genau passiert, aber hinterher ist es immer so, das mein Unterbewusstsein es spürt. Vielleicht muss ich etwas mehr damit machen?...

Es ist so bitter. Ich denke dann extra an unsere Situation, dir geht es echt nicht gut, die letzte Tagen, wir reden darüber das du nicht mehr möchtest, nicht mehr kannst.
Und dann geht Sandra erst.
Und Du bleibst noch ein bisschen bei mir. 💚

Ich finde es gut. Auch wenn es mir ab und zu sehr schwer fällt, für dich zu sorgen. Aber genau dann, wenn ich abrutsche, dann hilft jemand mir wieder auf. 

Nicht meine Familie. Natürlich nicht. Freundschaft ist viel wichtiger 💚

Und heute Abend Supervision 🥰

Sandra

Stell dich vor, du sagt zu deinem Partner, ich gehe heute über die Grenze, Zigaretten holen, nimm ich noch etwas für dich mit?
Deiner Partner sagst, gut, nimmst du meine Lease Wagen?

Eine letzte Kuss, viel Spaß, sagt er.

2 Stunden später klingelt es. Die Polizei teilt dir mit, das sie in einem schweren Unfall gestorben ist. 
Wir raten jedoch ab, um dem Opfer noch zu sehen, sagt der Polizist.

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Nächste Morgen ruft ihre Mutter(die weit über 90 ist), deine Tante, dir an. Sehr ungelegen, weil ihr bist am Zelten. 

Montagmorgen rufst du deinen Bruder an, der du schon Jahrzehnte nicht gesehen oder hast. Mit gebrochene Stimme erzählst du mich, was passiert ist.

Meinen Vorhang schließt sich. Ich bin schockiert, ja, meine Lieblings Nichte, aber weiter denke ich, Life goes on.

Warum, zur Hölle, rufst du mir dann an. Wenn meine Frau todeskrank ist, meldest du dich gar nicht, aber jetzt...
Doch bin ich froh das ich es weiß. Echt nett von dir. Auch die Verweigerung Deutsch zu verstehen. FckIt, Bro!

Lieve San.
Hopelijk heb je niet veel geleden. I still love you