Translate

Sonntag, 22. April 2018

Wolfgang Schmitz -

Eine schöne Diagnostik von einen der grössten Spinner in unseren Stadt.

Peter Bunt Über „unseren“ Wolfgang S.

Er habe mit Grizzlybären gerungen und mit den Indianern gekämpft. Er spreche etwa 1200 Sprachen. Und die Geschichten in seinen Romanen habe er alle selbst erlebt. Jeder Vorfall, den er beschreibe, entspreche "der Wahrheit". 
Das versuchte der Schriftsteller Karl May seinen Lesern ernsthaft weiszumachen. Heute weiß man: Er war ein zwanghafter Lügner. Ein Narziss mit blühender Phantasie. 
Wenn jemand seinem Umfeld ständig den größten Unsinn und phantastische Geschichten auftischt, sprechen Ärzte von „Pseudologia phantastica“, dem krankhaften Lügen. Wer darunter leidet, gibt sich zwar überheblich, hat in Wahrheit aber ein Selbstwertproblem. Er leidet an einer Persönlichkeitsstörung. 
Das ist WS. 
Dahinter steckt WS unbewusstes Bedürfnis sich aufzuwerten. Seine Sucht nach Aufwertung schlägt sich im Übrigen in einem äußerst depressiven Verhalten wieder. WS hat sich zeitlebens zwischen seinen Waschmaschinen versteckt. 
In der Öffentlichkeit war und ist er nie zu sehen. 
Eine große Rolle spielt sein übertriebener Zwang zur Selbstdarstellung. Er gaukelt sich Dinge, Ereignisse vor, die es so nie gab, er jedoch seinen Anhängern suggeriert, dass sie so sind, wie er sie vorgibt. So haben sich seine Phantastereien bei ihm zu einer regelrechten Sucht entwickelt. Er schmiedet sich seine eigene Wirklichkeit, mit der er andere blenden und beeindrucken will. Und wenn gar nichts mehr hilft, schreibt und diskutiert er mit seinen eigenen Fakeprofilen, bis er von irgendwo Aufmerksamkeit bekommt.
WS empfindet seine Phantasiewelt durchaus nicht als solche. Da er einen ausgesprochenen Mangel an Empathie besitzt und sein Gewissen nicht durch Wahrheits- und Gerechtigkeitssinn belastet, kann er Tatsachen so hinstellen, wie er sie gerne sehen möchte.
Dazu gehören dann solche Dinge, wie seine Äußerungen über den Holocaust, KZ, die relative Verharmlosung der NS Zeit und immer wieder die Schuldsuche bei anderen. 
Die harte Wirklichkeit weicht der Fantasie und die Fantasie wird bei WS zur Wirklichkeit. 
Er lernte im Laufe der Jahre seine Abstrusitäten brillant zu verpacken, sodass niemand seine Erzählungen in Frage stellt oder wagt, die zahlreichen Ungereimtheiten anzusprechen. WS findet sich großartig.
Ertappt man WS bei seinen abstrusen Thesen, weil man es entweder besser weiß oder entsprechende Beweise für die Wahrheit vorlegen kann, dann übergeht er deinen Einwand auf arrogante Weise und fügt weitere Fantastereien als Bestätigung seiner erfundenen Wahrheit hinzu. Oder er stempelt die Quelle erdrückender Beweise als unzuverlässig ab, oder stellt den Kritiker selbst als nicht vertrauenswürdig hin. Letztes Mittel: Blockade desjenigen.
Warum macht er das? 
WS braucht die Bewunderung von anderen, um sich wertvoll zu fühlen und bedient sich daher ganz ungeniert der merkwürdigsten Formen verdrehter Tatsachen. Wenn du so willst, ist das auch ein Ausdruck seiner Depressionen. Um seine innere Leere nicht zu spüren und um nicht mit den eigenen Minderwertigkeitskomplexen konfrontiert zu werden, plustert WS sich und sein erfundenes Leben auf und blendet damit sein Umfeld. Sich selbst blendet er aber auch. Er hat den Zugang zu seinem echten „Ich“ schon längst verloren. 
So hat er sich über Jahre still und leise seine Anhängerschaft 
geschaffen und kann heute bequem zuschauen, wie ein Thomas G., Dave Z. oder andere in seine Fußstapfen treten.
Er lebt vollkommen in dem Lügengebäude, der Traumwelt, die er sich selbst geschaffen hat, mit den großartigen Erkenntnissen über seine eigene Historie, die nur er versteht und sonst niemand. 
Ein armer Mensch! P.S.: Im übrigen ist er tatsächlich der felsenfesten Meinung, dass ich meinen Erfolg als Autor zum großen Teil auch ihm zu verdanken habe. Nein, ich habe keine Ahnung, wie er darauf kommt ... 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen